Lepro TB1 – Smarte Tischlampe mit KI Feature im Check

Smarte Beleuchtung gehört mittlerweile in vielen Haushalten zum Alltag. Neben smarten Glühbirnen und LED Strips tauchen immer häufiger auch Designlampen auf, die nicht nur schönes Licht liefern, sondern auch als dekoratives Element im Raum dienen sollen. Genau in diese Kategorie fällt die Lepro TB1 AI Smart Table Lamp.

Die Lampe kombiniert ein auffälliges Design mit App Steuerung und einer KI gestützten Lichtgenerierung. Laut Hersteller soll so eine besonders flexible Ambient Beleuchtung für Wohnräume, Gaming Setups oder den Schreibtisch entstehen.

Das Unternehmen hinter der Lampe, Lepro, hat sich auf LED Beleuchtung und Smart Lighting Produkte spezialisiert. Zum Sortiment gehören unter anderem LED Strips, smarte Glühbirnen, Outdoor Beleuchtung sowie verschiedene Design und Ambient Lampen für den Innenbereich. Ehrlicherweise kannte ich den Hersteller bisher nicht, ein Blick auf die Produktpalette hat mich aber neugierig gemacht.

Im Test schaue ich mir an, ob die Lampe wirklich hält, was die Produktseite verspricht und ob das derzeitige Marketinginstrument „KI“ wirklich einen praktischen Mehrwert bietet.

Technische Details:

Modell Lepro TB1
Lampentyp smarte RGBIC Tischlampe
Helligkeit ca. 400 Lumen
Farbtemperatur 2700K bis 6500K
Funkstandard  WLAN 2,4 GHz und Bluetooth
Leistungsaufnahme ca. 13 Watt
Steuerung App und Sprachsteuerung
Sprachassistenten  Alexa und Google Assistant
Lebensdauer LEDs ca. 25.000 Stunden
Designlampe im Planetendesign

Optisch unterscheidet sich die Lepro TB1 deutlich von klassischen Tischlampen. Aber genau das ist auch ihr größtes Alleinstellungsmerkmal. Statt eines klassischen Lampenkopfes setzt der Hersteller auf drei kreisförmige LED Ringe, die ineinander angeordnet sind. Die Konstruktion erinnert ein wenig an ein Gyroskop und sorgt dafür, dass die Lampe eher wie ein Designobjekt wirkt als wie eine typische Tischlampe.

Die Ringe lassen sich leicht bewegen. Dadurch verändert sich sowohl die Richtung des Lichts als auch die Wirkung der Farben im Raum. Je nach Position entstehen unterschiedliche Reflexionen an Wand oder Tischoberfläche. Gerade bei farbigen Lichteffekten kann das ziemlich spannend aussehen.

Beim Material der Ringe setzt der Hersteller auf eine Aluminiumlegierung. Der Standfuß besteht dagegen leider nur aus Kunststoff. Ein Metallfuß hätte die Lampe insgesamt noch etwas hochwertiger wirken lassen. Stabil steht sie trotzdem,  die Lampe bleibt sicher auf dem Schreibtisch oder Sideboard stehen.

Die Verarbeitung wirkt solide, vor allem die Ringe fühlen sich hochwertig an. Die Gelenke laufen sauber und ohne Spiel. Beim LED Streifen sind keine einzelnen Lichtpunkte sichtbar. Insgesamt also ein ordentlicher Eindruck.

Zusammenbau mit einem Klick

Der Lieferumfang fällt relativ unspektakulär aus. Neben der noch zweigeteilten Lampe liegen lediglich ein Netzteil, das passende Stromkabel und eine kurze Anleitung im Karton. Eine Fernbedienung gibt es nicht, da die Steuerung komplett über das Smartphone oder per Sprachassistent erfolgt. An der Lampe selbst befindet sich lediglich ein Ein- und Ausschalter.

TB1 Package

Vor der ersten Inbetriebnahme müssen die LED Ringe noch mit dem Standfuß verbunden werden. Das Einstecken erfordert etwas Kraft, da die Steckverbindungen sehr passgenau sitzen. Das Netzteil wird von hinten an die Lampe geführt, wodurch das Kabel später kaum sichtbar ist.

Einfache Einrichtung

Die Lepro TB1 unterstützt weder Matter noch Apple Home. Für die Einrichtung ist daher zwingend die Hersteller App und auch ein Benutzerkonto erforderlich. Die Steuerung läuft damit größtenteils über die Cloud des Herstellers. Sollte der Dienst oder die Server irgendwann eingestellt werden, kann es passieren, dass die Lampe nur noch eingeschränkt oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr nutzbar ist.

Die Einrichtung selbst geht schnell. Die App erkennt die Lampe zunächst über Bluetooth und kann sie direkt hinzufügen. Wer Fernzugriff und Sprachassistenten nutzen möchte, muss die Lampe anschließend noch mit dem WLAN verbinden. Wie bei vielen Smarthome Geräten wird leider nur das 2,4 GHz Band unterstützt.

Ohne WLAN funktionieren über Bluetooth zumindest die Basisfunktionen weiter. Praktisch, falls das Netzwerk einmal ausfällt.

App übersichtlich und einfach

Die Steuerung der Lepro TB1 läuft hauptsächlich über die Lepro App. Die Oberfläche ist übersichtlich aufgebaut und bietet schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen und Einstellungen der Lampe.

Zeitpläne und einfache Automationen lassen sich ebenfalls einrichten. Die Lampe kann zum Beispiel automatisch zu bestimmten Uhrzeiten ein oder ausgeschaltet werden oder morgens langsam heller werden. Damit lässt sich eine Art Sonnenaufgang simulieren. Umgekehrt funktioniert das natürlich auch zum Einschlafen.
TB1_App1

Deutlich interessanter sind allerdings die verschiedenen Lichtmodi. Im DIY Modus lassen sich die einzelnen LED Segmente der TB1 farblich individuell gestalten. Zusätzlich stehen mehrere Effekte wie Atmen oder Farbverlauf zur Verfügung. Hier lässt sich einiges ausprobieren und anschließend als Favorit speichern.

Im Music Sync Modus reagieren die LEDs auf Geräusche oder Musik im Raum und wechseln ihre Farben im Takt des Beats. Gerade bei elektronischer Musik oder schnellen Songs entstehen dabei ziemlich coole Effekte. Für ein Gaming Setup oder eine Partybeleuchtung passt das gut. Die Lampe reagiert wahlweise auf das Mikrofon des Smartphones oder auf das integrierte Mikrofon der Lampe selbst.

KI – so bitte nicht!

Das spannendste Feature ist allerdings die KI gestützte Lichtgenerierung namens LightGPM. Die Idee dahinter ist einfach. In der App wird eine gewünschte Stimmung beschrieben oder ein Bild hochgeladen und die KI erstellt daraus automatisch mehrere passende Farb und Effektszenen. Diese lassen sich anschließend direkt auf die Lampe anwenden. Zusätzlich nimmt LightGPM auch Sprach und Textbefehle entgegen, um grundlegende Funktionen der TB1 zu steuern.

In der Praxis funktioniert das mal besser und mal schlechter. Die Funktion sollte nicht mit echter KI auf dem Niveau von ChatGPT & Co verglichen werden. Oft wirkt es so, als würden mehrere Vorschläge zufällig zusammengestellt, ohne wirklich genau zur Anfrage zu passen.

Im Test habe ich beispielsweise versucht, eine Szene in den Farben der deutschen Flagge zu erstellen. In den Vorschlägen tauchten dann auch Kombinationen mit Grün und Orange auf. Selbst beim Upload eines passenden Bildes waren die Ergebnisse nicht wirklich treffsicher. Ähnlich sah es auch bei anderen Vorlagen aus. Trotzdem bleibt die Funktion eine interessante Möglichkeit, um schnell neue Lichtkombinationen auszuprobieren auch wenn sie nicht zur Anfrage passen.TB1_App2Wer keine Lust hat, eigene Szenen zu erstellen, kann auch auf fertige Szenen aus dem Community Bereich der App zurückgreifen. Diese lassen sich direkt speichern und später wieder abrufen. Alle Szenen, egal ob selbst erstellt oder übernommen, landen im Favoritenmenü und sind dort mit einem Klick verfügbar. Die zuletzt verwendete Szene wird beim Einschalten der Lampe automatisch fortgesetzt.

Einfach wunderschönes Licht

Die Lampe nutzt sogenannte RGBIC LEDs. Im Gegensatz zu einfachen RGB Lampen kann jede LED einzeln angesteuert werden. Dadurch sind deutlich komplexere Farbverläufe und Animationen möglich.

Die Farbdarstellung wirkt kräftig und gleichmäßig. Einzelne LED Punkte sind nicht sichtbar und die Übergänge zwischen verschiedenen Farben laufen sauber und ohne Flackern. Gerade bei dynamischen Effekten kommt die Ringstruktur der Lampe gut zur Geltung. Mit rund 400 Lumen liegt die maximale Helligkeit allerdings eher im Bereich einer Ambient oder Dekorationsbeleuchtung. Für konzentriertes Arbeiten am Schreibtisch ist die Lampe daher weniger geeignet.

Der Stromverbrauch fällt moderat aus. Im Standby lag der gemessene Verbrauch bei etwa 0,3 Watt. Bei der Regenbogen Szene aus dem Titelbild wurden rund 12,4 Watt gemessen. Bei komplett weißem Licht steigt der Verbrauch leicht auf etwa 12,8 Watt.

Smarthome – verpasste Chancen

Neben der Lepro App lässt sich die Lampe auch per Sprache steuern. Unterstützt werden unter anderem Amazon Alexa und Google Assistant. Über Sprachbefehle lassen sich grundlegende Funktionen bedienen. Dazu gehören das Ein und Ausschalten der Lampe sowie das Anpassen von Helligkeit und Farben. Auch Automationen innerhalb der jeweiligen Ökosysteme sind möglich. Apple Home und Matter werden leider nicht unterstützt. Dadurch ist die Integration in viele Smarthome Setups deutlich eingeschränkt.

Es existiert zwar eine Drittanbieter Integration über HACS für Home Assistant, der Funktionsumfang ist allerdings sehr eingeschränkt. Die Lampe lässt sich darüber lediglich ein und ausschalten. Zusätzlich können Helligkeit und Farben angepasst werden. Von den Szenen hat genau eine funktioniert, mehr leider nicht. Während der Nutzung kam es außerdem mehrfach vor, dass durch die parallele Nutzung der Account in der App plötzlich abgemeldet wurde und eine erneute Anmeldung erforderlich war. Gerade für die Home Assistant Community wird hier viel Potenzial verschenkt. Glücklicherweise ist der Entwickler der HACS Integration sehr aktiv und veröffentlicht regelmäßig Updates. Es besteht also die Hoffnung, dass die TB1 künftig besser oder sogar vollständig unterstützt wird.

Tolles Ambient Licht zum fairen Preis

Gutes Licht spielt für mich im Alltag eine große Rolle, sowohl beim Arbeiten als auch beim Entspannen auf der Couch. Genau deshalb war schnell klar, dass ich die Lampe unbedingt ausprobieren will. Mit ihren markanten LED Ringen ist  die Lepro TB1 definitiv ein Blickfang im Raum. Egal ob im Gaming Setup, als Hintergrund beim Streaming oder als stimmungsvolle Beleuchtung im Wohnzimmer. Für klassisches Arbeiten oder längeres Lesen ohne zusätzliches Licht ist sie dagegen weniger geeignet. Dafür reicht die maximale Helligkeit einfach nicht aus. Hier merkt man klar, dass der Fokus eher auf Ambient Licht als auf funktionaler Beleuchtung liegt.

Es macht Spaß, immer wieder neue Szenen zu erstellen oder durch die Community zu stöbern und fertige Effekte auszuprobieren. Der Music Modus ist ganz nett, mir persönlich auf Dauer aber zu hektisch. Beim KI-Modus merkt man schnell, dass hier viel Marketing im Spiel ist. LightGPM liefert zwar teilweise schöne Vorschläge, trifft aber nur selten wirklich das, was ich vorher beschrieben hatte. In der aktuellen Form ist das für mich eher eine nette Spielerei als ein echtes Killer Feature.

Deutlich wichtiger ist aus meiner Sicht das Thema Smart Home Integration. Genau hier lässt Lepro viel Potenzial liegen und das ärgert mich am meisten. Alexa und Google Home funktionieren, darüber hinaus wird es aber schnell dünn. Kein Matter, kein Apple Home und auch keine wirklich brauchbare Integration für Home Assistant.Für viele aus der immer größer werdenden Smart Home Community fehlt hier ein klares Kaufargument. Für normale Nutzer ist das sicher okay. Für 2026, in dem Smart Homes immer komplexer werden und Matter längst da ist, ist das einfach zu wenig.

Unterm Strich bleibt für mich trotzdem eine Empfehlung. Man bekommt ein außergewöhnliches Design mit ansprechenden Lichteffekten zu einem fairen Preis. Die UVP liegt bei 86,99 Euro, regelmäßig ist die Lampe aber für rund 60 Euro im Angebot erhältlich.

Angebot
Lepro AI Smart Tischlampe TB1, Personalisierter KI-Lichtdesigner, Musik Sync/APP Sprachsteuerung Tischleuchte, Table Lampe Dimmbar, RGB+IC-Technologie, Kompatibel mit Alexa/Google, Keine Fernbedienung
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Jens

Ich bin Jens und seit Kindheitstagen von Technik begeistert. Ich befasse mich hier im Blog mit Smarthome-Technik aller Art und versuche dabei vor allem dem Normalanwender die Lust aufs vernetzte Zuhause zu vermitteln.

Jens

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